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Zwei Tage, ein Fokus: Politische Programme in Portfolios denken

AWV-Arbeitskreis 1.8 diskutiert Handlungsfeld aus Positionspapier in zweitägigem Workshop

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Der AWV-Arbeitskreis „Strategischer Erfolgsfaktor Projektmanagement“ widmete sich dem Handlungsfeld „Politische Programme“ aus seinem Positionspapier im Rahmen eines zweitägigen Workshops in Berlin.

In dem 2024 veröffentlichten Positionspapier des Arbeitskreises werden fünf zentrale Handlungsfelder für ein professionelles Projektmanagement definiert. Der Arbeitskreis versteht Portfolios nicht als kurzfristigen Trend, sondern als entscheidenden Erfolgsfaktor für eine moderne, handlungsfähige Verwaltung.

Veranstaltungsauftakt weist die Richtung

Prof. Dr. Peter Thuy, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM), begrüßte die Teilnehmenden. Er betonte dabei, wie entscheidend ein professionelles Projekt- und Portfoliomanagement für transparente Prozesse, nachvollziehbare Entscheidungen und die erfolgreiche Umsetzung politischer Programme ist. Es ersetze keine politischen Entscheidungen, schaffe aber die Basis, auf der gute Entscheidungen überhaupt möglich werden. Vertrauen entstehe, wenn der Staat nicht nur verspricht, sondern liefert – und nicht im „Nebel der Zuständigkeiten“ untergeht.

Dr. René Mittelstädt, Sprecher Public Affairs bei der GPM und Mitglied des Arbeitskreises, zeigte auf, wie die Aktivitäten der GPM mit den Themen und Fragestellungen des Arbeitskreises verknüpft sind. Anschließend erläuterten Dr. Katrin Eschmöller (Beratungszentrum des Bundes im Bundesverwaltungsamt) und Marcus Kirchner (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung), die den Arbeitskreis „Projektmanagement” gemeinsam leiten, die Ziele und inhaltlichen Schwerpunkte der beiden Workshop-Tage. 

Best Practices aus der Verwaltung vorgestellt

Einen weiteren Impuls setzte Sebastian van Straaten (Senatskanzlei Hamburg), der anschaulich und praxisnah darlegte, wie die Steuerung politischer Programme in der Freien und Hansestadt Hamburg organisiert ist, und welche Erfahrungen die Verwaltung dabei gesammelt hat.

Ein spannender Werkstattbericht von Nico Stumpf (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung) zur Umsetzung des Portfoliomanagements im Rahmen der Modernisierungsagenda des Bundes rundete das Programm ab.

Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse geplant

Wie können politische Leitungen dafür gewonnen werden, Programme konsequent als Portfolios zu denken? Welche Elemente muss ein politisches Programm enthalten, um möglichst wirksam umgesetzt werden zu können? Und welche Strukturen sowie Organisationsformen ermöglichen überhaupt ein leistungsfähiges Projektportfoliomanagement? Mit diesen zentralen Fragestellungen setzen sich die Teilnehmenden anschließend in Gruppenarbeitsphasen auseinander.

Wir bedanken uns herzlich bei der GPM für die Gastfreundschaft sowie allen Teilnehmenden für den engagierten Austausch, die konstruktiven Diskussionen und die vielen wertvollen Impulse, die den Workshop geprägt haben.

 

Die Ergebnisse des Workshops werden im nächsten Schritt systematisch ausgewertet, gebündelt und im Anschluss veröffentlicht. 

Interesse mitzuwirken?

Der nächste Workshop findet am 16. und 17. November 2026 in der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg statt. Im Fokus steht dann das Handlungsfeld „Kompetenzen“.

Bei Interesse am Arbeitskreis wenden Sie sich gerne an unsere zuständige Fachreferentin Julia Koziel unter koziel(at)awv-net.de.

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