Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit erörtert Datenschutz mit AWV-Arbeitskreis

Der AWV-Arbeitskreis 4.3 „Weiterentwicklung des Datenschutzrechts“ begrüßte in seiner Sitzung am 7. Juni 2019 in Berlin den Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Herrn Ulrich Kelber. Herr Kelber berichtete in einem Vortrag mit anschließender reger Diskussion über die Herausforderungen des Datenschutzes in einer immer digitaler werdenden Welt. Die seit dem 25. Mai 2018 geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wirft nicht nur bei Verwaltungen und in der Wirtschaft verschiedenste Fragen auf, auch Herr Kelber und die Länderbeauftragten für Datenschutz und Datensicherheit sehen sich komplexen neuen Fragestellungen gegenüber. In diesem Zusammenhang betonte Herr Kelber die Erforderlichkeit zur umfassenden Sensibilisierung und Information rund um Datenschutzbelange. Leitfäden und Berichte seien am Adressaten auszurichten; kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) müssten die Handlungserfordernisse und -alternativen aus der DSGVO verständlich aufgezeigt werden. Mit Verweis auf die nach Art. 97 Abs. 1 DSGVO im Mai 2020 anstehende Evaluierung zur Anwendbarkeit und Wirkungsweise der DSGVO gab Herr Kelber einen Überblick über die Arbeitsweisen der europäischen Datenschutzbeauftragten in den Workinggroups und Subgroups auf EU-Ebene. Herr Kelber und die Datenschutzexperten des Arbeitskreises thematisierten ferner Aspekte des Profilings und Trackings, den Stand des zweiten Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetzes sowie die Betroffenenrechte der DSGVO.

Der neue und der alte Leiter des AWV-Arbeitskreises 4.3 mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in ihrer Mitte     Der Bundesbeautragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, spricht zu den Teilnehmern der Arbeitskreissitzung in Berlin.
Der AWV-Arbeitskreisleiter, Herr Dr. Kamlah (li.), mit dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Herrn Kelber (Mitte), sowie Herrn Strack (re.), dem ehemaligen Leiter des AK 4.3.     Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des AK 4.3 diskutierten über die Herausforderungen des Datenschutzes in einem zunehmend digitalen Umfeld.

Neben Herrn Kelber steuerten Frau Dr. Nina Wunderlich (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Herr Stefan Sobotta (Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat) und Herr Daniel Holzapfel (Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit) wertvolle Beiträge zu aktuell aufkommenden Umsetzungsfragen der DSGVO für KMU sowie zu möglichen datenschutzrechtlichen Regelungen in unterschiedlichen Brexit-Konstellationen bei.


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Veröffentlicht am 18.06.2019/ Foto: Fotolia, vege; AWV e.V.
Text: Isabel Behre, AWV-Fachreferentin