Strategisches Finanzmanagement

Arbeitskreis 1.1

Fachausschussvorsitzender
Giso Schütz, Vizepräsident des Bundesverwaltungsamtes a. D., Niederkassel-Mondorf

Arbeitskreisleiter
Dr. Helmut Stegmann, Rheinbach

AWV-Fachreferent
Hendrik Landgrebe

Die Haushaltswirtschaft bzw. die Planung verfügen sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich über ein großes Gewicht bei der Steuerung bzw. der Umsetzung von Programmen. Vor allem im öffentlichen Bereich wird eine intensive Debatte um die verwendete Haushaltsmethodik - Kameralistik oder kaufmännische Buchführung in der Form der Doppik - geführt, wobei die politischen Entscheidungen vor allem für die kommunale Ebene bereits zugunsten der Doppik gefallen sind.

Der Ausgangspunkt dieser Debatte war die Frage, ob das kamerale Haushaltssystem den aktuellen Informations- und Steuerungsanforderungen noch gerecht wird. Seitens der Wissenschaft wird immer wieder darauf hingewiesen, dass zwischen dem Handlungs- und dem Ressourcensystem häufig keine Verknüpfung stattfindet. Eine Art Brücke zwischen beiden Systemen stellt das Haushaltswesen dar, da es die erforderliche Transparenz über die Ressourcen und deren Verbrauch als Grundlage für politische Entscheidungen liefern muss.

Die Etablierung eines aussagekräftigen Haushaltssystems allein vermag zwar noch nicht die anstehenden staatlichen und kommunalen Herausforderungen – wie etwa die Rückführung der Verschuldung - zu lösen. Wohl aber kann es helfen, zu tragfähigen Entscheidungen zu gelangen, durch welche die Herausforderungen zielorientiert und nachhaltig angegangen werden können. Sowohl auf kommunaler als auch auf staatlicher Ebene liegen inzwischen vielfältige Erfahrungen sowohl bei der Anwendung der Doppik als auch einer (erweiterten) Kameralistik vor.

Ein Austausch dieser praktischen Erfahrungen mit der Doppik ermöglicht es allen Beteiligten, neben den teilweise bekannten, spezifischen Vor- und Nachteilen auch über konkrete Anwendungsprobleme sowie über geeignete Lösungsansätze zu diskutieren. Darüber hinaus erscheint der Erfahrungsaustausch mit der privaten Wirtschaft vorteilhaft zu sein, einerseits wegen der langjährigen Erfahrung mit der kaufmännischen Buchführung, andererseits, weil die Haushaltssystematik der öffentlichen Verwaltung auch hier eine verbesserte Finanzplanung erlauben könnte. Dieser Erfahrungsaustausch wird durch den Arbeitskreis 1.1 „Strategisches Finanzmanagement“ der AWV organisiert.

Ziel ist es, Erfahrungen mit der Anwendung der Doppik zusammenzustellen und kritisch zu bewerten, Vor- und Nachteile zu identifizieren und Vorschläge für die Umsetzung in der Praxis zu erarbeiten. Es ist geplant, in 2016 einen Abschlussbericht mit den Arbeitsergebnissen zu veröffentlichen.


Veröffentlichungen
Themenfokus



 

Hendrik Landgrebe

06196 777 26-25
06196 777 26-51