Variable Kosten (BWL): Variable Kosten sind Kosten, die sich in direkter Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad erhöhen. Beispiel: Kosten für Vordrucksätze bei automatischer Lieferscheinschreibung. Je nach Entwicklung im Verhältnis zur Beschäftigungsänderung können variable Kosten proportional, degressiv, progressiv oder regressiv verlaufen.

VD [„Video Disk“) (UEL): Bezeichnung für Bildplatte.

VDE [„Verband Deutscher Elektrotechniker“] (ORG, NOR): Großer gemeinnütziger Verband der Berufsgruppe der deutschen Elektrotechniker, dem neben über 30.000 persönlichen Mitgliedern als kooperative Mitglieder alle bedeutenden Unternehmen der Elektroindustrie, Elektrizitätswirtschaft und Bundesbehörden mit einschlägigen Arbeitsgebieten angehören. Unter anderem Herausgeber des „VDE-Vorschriftenwerkes“. Kooperation auch mit à „DIN“.

VDMF [„Verband der Mikrofilm-Fachbetriebe“] (ORG, MIF): Verband der deutschen Mikrofilm-Fachbetriebe.

VdTÜV [„Vereinigung der Technischen Überwachungsvereine“] (ORG, NOR): Vereinigung der deutschen Technischen Überwachungsvereine.

Vektorbildmethode (DV, MIF): Grafische Aufzeichnungsmethode mit vektorweiser (= strichweiser) Darstellung von Bildern. Im allgemeinen etwas größere Auflösung der erzeugten Bilder, dennoch für „Strichzeichnungen“ besonders geeignet. Zum Unterschied von „Rasterbilddarstellung“ (à „Rasterbild“) ist die Vektorbilddarstellung weniger aufwendig im Speicherbedarf, da nur Anfangs- und Endpunkte der Vektoren gespeichert werden müssen. In der Mikroverfilmung bei den à „Mikrofilmplottern“ zum Zeichnen von grafischen Darstellungen eingesetzt.

Verkleinerungsfaktor (MIF): Zahlenangabe, die das Streckenverhältnis Mikrofilmbild zu Original angibt. Bei COM wird auf die entsprechende Größe der Ausgabe auf Papier Bezug genommen.

Vernetztes elektronisches Archivsystem (DV): Die Zusammenfassung zweier oder mehrerer elektronischer Teilarchive zu einem (abteilungs)-übergreifenden Archiv. Die über die Grenzen der Teilarchive hinweg verfügbaren Funktionen (z. B. spezielle Retrievalfunktionen) sind konfigurierbar und unterliegen üblicherweise bestimmten Sicherheitsstufen. Siehe: à „Teilarchive“.

Versalhöhe (BÜR): Höhe von Großbuchstaben ohne Unterlängen und ohne optische Korrekturen; wurde im DIN-Entwurf 16507 Teil 2 als H-Höhe bezeichnet.

Verteilte Datenbank (DV): Trennung von Index-, Text- und Image-Informationen und Speicherung sowie Verwaltung auf verschiedenen Rechnersystemen innerhalb eines vernetzten Archivsystems.

Vertraulichkeitsstufe (DV): In Bürokommunikationssystemen sagt die „Vertraulichkeitsstufe“ aus, welche Zugriffsrechte (Lesen, Schreiben, Löschen) für welche Benutzerklasse (Benutzer, Benutzergruppe, alle) gelten sollen. Dieses Kriterium wird in den Ordner- und Dokumentenprofilen spezifiziert. In internen Datennetzen, z. B. untemehmenseigenen à „Intranets“, schotten eigens zum Zwecke der Prüfung der Berechtigungen sogenannte „Fire-Wall“-Systeme das Netz vor unberechtigten Zugriffen von innen oder außen ab. Auch da sind unterschiedliche Vertraulichkeitsstufen sinnvoll und notendig. Siehe: à „Profile“, à „intranet“.

VESA [„Video Electronics Standard Association“] (ORG, DV): Siehe: à „VGA“, à „SVGA“, à „XVGA“.

Vesikularfilm (FOT, MIF): Duplizierfilm mit Tonwerteumkehrung zur Trockenentwicklung durch Wärme. Er besitzt eine Diazoschicht, in der bei der Belichtung Stickstoffbläschen entstehen, die durch Ausdehnung infolge der Erwärmung zu einer undurchsichtigen Fläche führen. Siehe: à „Diazofilm“, à „Duplizierfilm“.

VGA [„Video Graphics Array“, „Video Graphics Adapter“] (DV): Bezeichnung für einen Standard (federführend: „Video Electronics Standard Association“, VESA) und eine Grafikkarte (Adapter) beim Anschluß von Bildschirmen an Computer. Definiert ist die Auflösung (Anzahl der Bildpunkte und Farben): 640x480 Bildpunkte, 16 Farben. Siehe auch: à „SVGA“, à „XVGA“.

Video-RAM (DV): Siehe: à „Grafikkarte“.

VOD [„Video on Deman“] (DFV, UEL): Video on Demand ist ein Informationsdienst der zukünftigen lnformations-Highways innerhalb des à „Internet“. Erfolgreiche Feldversuche in England und Deutschland versprechen in Kürze die Videothek daheim. Auf Anforderung beginnt unverzüglich die Übertragung des ausgewählten Spielfilmes. Während des Abspielens stehen Pause, Vor- und Rückspulfunktionen wie bei gängigen Videorecordern zur Verfügung. Die technische Realisierung erfolgt durch komprimierte Übertragung auf breitbandigen Datenwegen des internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 155 MBit/sec. Als Videoserver werden hochleistungsfähige Prozessoren mit schnellem Netzzugriff und besonders großen Direktzugriffsspeichern eingesetzt.

Volltext-Datenbank (DV): Datenbank, bei der der gesamte Text indexiert ist und so eine unstrukturierte Suche nach allen Begriffen möglich macht.

Volltextretrieval (DV): Möglichkeit, über digital codierte Texte zu suchen. Die Informationen werden in das Volltextretrieval-System durch sogenannte „Investierung“ übemommen. Es spielt in Dokumentationssystemen häufig nur eine Rolle im Zusammenhang mit einem zweistufigen Retrieval, bei dem in einer ersten Stufe über Deskriptoren gesucht wird.

Volltonfläche (BÜR): Nicht gerasterter, mit Farbe ausgefüllter Druckbereich.

Vollumkehr-Entwicklung (FOT, MIF): Siehe: à „Umkehrfilmentwicklung“.

Vordruck (BÜR): Auch herkömmlich: à „Formular“. Ein mit einem Aufdruck versehenes Blatt oder ein Satz Papier (Trennsatz) zum manuellen oder maschinellen Beschriften.

Vorgangsbearbeitung (BÜR): Bearbeitung eines Vorganges als Ganzes von einem Arbeitsplatz aus.

Vorlaufblatt (DV): Die erste Seite eines Vorganges beim Scannen. Die Vorlaufseite wird auch zur Separation von Vorgängen beim Stapeleinzug verwendet. Sie entspricht in etwa dem herkömmlichen Aktendeckel. Das Vorlaufblatt wird jedoch nicht nur zur Trennung von Vorgängen, sondern auch als Informationsträger genutzt, der Klassifikationsdaten zu den folgenden Seiten enthält. Diese können mittels OCR, Barcode oder spezielle Markierungen vom Programm interpretiert und zur Zuordnung der Folgeseiten benutzt werden.

VRAM (DV): Siehe: à „Grafikkarte“.

 

Wafer [engl., Halbleiterscheibe] (DV): Trägerplatte aus Halbleitermaterial, auf der je nach Größe hunderte integrierte Schaltkreise gleichzeitig hergestellt und anschließend in einzelne à  „Chips“ getrennt und verkapselt werden. Das Basismaterial ist meist Silizium. Siehe: à „Integrierte Schaltkreise“, à „IC“, à „Chip“.

WAN [„Wide Area Network“] (DFV, DV): Englischer Sammelbegriff für Datenfernverarbeitungsnetze. Trifft zu auf öffentliche Netze, z. B. die der Deutschen TELEKOM (Telefon- oder Datennetze) auf nationaler und internationaler Ebene. Gegensatz zu lokalen Netzwerken (à „LAN“).

Wildcard (DV): Ersatzzeichen (Jokerzeichen) für ein oder mehrere andere, nicht bekannte Zeichen bzw. ganze Gruppen von Dateien oder Begriffen. Benutzt bei Suchprozessen, um unbekannte Begriffe oder ganze Gruppen mit in die Suche einbeziehen zu können und damit eine größere Trefferquote zu erzielen. Üblich z. B.: „?“ als Ersatzzeichen für ein beliebiges Zeichen, „*“ als Ersatzzeichen für beliebig viele Zeichen.

Windows (DV): Siehe: à „MS-Windows“.

Winsock [sinngem.: Windows-Sockel] (DFV, DV): Ein im Hintergrund laufendes Programm, welches als à „Treiber“ für den à „WWW-Browser“ dafür sorgt, daß die ankommenden Daten, die im à „TCP/IP“-Protokoll-Format aus dem à „Internet“ eintreffen, derart übersetzt werden, daß der eigene Computer mit dem à „windows“-Betriebssystem sie interpretieren kann.

Wirtschaftlichkeit (BWL): Darunter versteht man im wesentlichen den Grundsatz, mit den gegebenen Mitteln den größtmöglichen Erfolg, oder den angestrebten Erfolg mit dem geringstmöglichen Einsatz zu erzielen. Sie ist praktisch das erklärte Ziel einer jeden Unternehmung.

Wissensbasiertes System (DV): Ein System, bei dem ein bestimmtes Wissen in Form von zugreifbaren Informationen hinterlegt ist und mit dem dann direkt ohne zusätzliche Intervention des Operators, komplexe Zusammenhänge bearbeitet werden können. Siehe auch: à „Expertensystem. „Wissensverarbeitung“ ist ein Sammelbegriff für alle Ansätze, andere als strukturierte Daten, darunter natürliche Sprache, aus Erfahrungen gewonnene oder allgemeingültige Regeln und Modelle computergestützt zu verarbeiten. Die speziellen symbolorientierten Programmiersprachen heißen „LISP“ (für „List Processor“), „LOOPS“ (für „LISP based Object Oriented Programming System“) oder „PROLOG“ (für „Programming Logic“).

Workstation [engl., Arbeitsstation) (DV): Datenstation an einem (Büro-)Arbeitsplatz, die in einem Rechnernetz die normalen Leistungen eines Rechners für einen Anwender oder Benutzer leistet, also z. B. kein à „Server“ ist.

World Wide Web [„WWW“, weltweites Gewebe] (DFV, DV): Siehe: à „WWW“.

WORM [„Write Once Read Many“] (DV): Abkürzung für eine optische Speicherplatte, welche durch den Anwender selbst nur einmal beschrieben und beliebig oft gelesen werden kann.

WSA [Winkelschnittanalyse] (DV): Siehe: à „OCR-Winkelschnittanalyse“.

WWW [„World Wide Web“, weltweites Gewebe] (DFV, DV): WWW ist der wahrscheinlich einer der meistgenutzten à „Internet“-Dienste neben à „e-Mail“, „FTP“, à „Newsgroup“, à „Usenet“ oder à „Telnet“. Um einen möglichst problemlosen Zugriff auf die überall im Intemet verstreuten Informationen zu bekommen, werde WWW ursprünglich vom europäischen Kernforschungszentrum CERN entwickelt. Mittels der Sprache à „HTML“ und dem zugehörenden Übertragungsprotokoll à „HTTP“ kann man sich bei der Suche nach Dokumenten ganz einfach durch Mausklick zwischen Rechnern auf der ganzen Welt hin- und herbewegen, ohne sich bewußt zu werden, wo sich diese befinden. Zur Erschließung aller Möglichkeiten von Informationen des WWW benötigt man als Nutzer ein spezielles Programm, einen à „WWW-Browser“. Mit Hilfe dieses Programmes bekommt man auch Zugang zu den meisten der anderen genannten Dienste.

WWW-Browser [engl. „browse“, durchblättern] (DV, DFV): Mit diesen leicht bedienbaren Steuerprogrammen, deren wesentliche Eigenschaft es ist, die „HTML“-Sprache sowie das à „HTTP“-Protokoll interpretieren zu können, wird der Zugang zum „WWW“ ermöglicht und eine benutzerfreundliche Darstellung der ausgewählten Dokumente gewährleistet. Sie geben Bilder und Texte wieder, spielen Videosequenzen und/oder Tonfolgen ab und führen per Mausklick auf hervorgehobene Elemente im Dokument (à „Hyperlinks“) zu weiteren Inforrnationen von anderen Rechnern. Die gleiche Bedienoberfläche der Browser gestattet auch über den Zugang zu den meisten übrigen Diensten des Internet, wie z. B. à „e-Mail, à „Newsgroup“, à „FTP“ u. a. Unter den bekannten Produkten seien u. a. der „Microsoft Internet Explorer“ und der „Netscape Navigator“ genannt. Die Hersteller bringen in kurzen Abständen immer leistungsfähigere Versionen auf den Markt. Durch verschiedene Software-Bausteine (sog. à „Plug-ins“) kann der Funktionsumfang der Browser durch einfaches Eintragen in eine Liste den neu hinzukommenden Erfordernissen angepaßt werden. Siehe: à „Internet“.

 

X-Windows (DV): Grafische Benutzeroberfläche auf UNIX-Workstations und X-Terminals.

XVGA [„Extended Video Graphics Array“] (DV): In der Literatur vorkommende Bezeichnung für nicht notwendig vom Normungsgremium „VESA“ festgeschriebene Grafikstandards, die über die VGA-Auflösung hinausgehen. Siehe: à „VGA“, à „SVGA“.

 

Zeichenattribute (DV): Merkmale eines Zeichens, die seine Erscheinungsform definieren. Hierzu gehören Attribute wie z. B. Unterstreichung, Fettdruck, Hochstellung, Kursiv etc.

Zeichendrucker (DV): Siehe: à „Drucker“.

Zeichenwert (DV): Zuordnung eines Zeichens zu einem Code eines Zeichensatzes. So hat z. B. der Buchstabe „Groß-A“ im à „USASCII“-Code den Zeichenwert binär „LOLOOOOL“ oder hexadezimal „Al“.

Zeilendrucker (DV): Siehe: à „Drucker“.

Zoomen (DV): Aus der Kameratechnik übemommener Ausdruck für vergrößerte oder verkleinerte Darstellung von Bildschirminhalten, meist Bildschirmgrafiken (elektronische Lupe).

Zugriffsrechte (BÜR, DV): 1. Bei Bürokommunikationssystemen werden Daten bzw. organisatorische Einheiten, wie à „Ordnern“ und à „Dokumenten“, Vertraulichkeitsstufen zugeordnet, die für verschiedene Benutzerklassen gelten sollen. Man unterscheidet zwischen den Rechten „Lesen“, „Schreiben“ (Ändern) und „Löschen“. 2. In der Datenverarbeitung allgemein: durch an berechtigte Benutzer vergebene à „Paßworte“ werden die Zugangsrechte an Systeme und Daten geregelt.

ZVEI [„Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie e. V.“] (ORG): Ein eingetragener Verein, der die technischen und wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Elektroindustrie gegenüber Parlament, Regierung und Behörden im nationalen Bereich vertritt. Sitz ist Frankfurt/Main.


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