Game-Port [engl., Spiele-Anschluß] (DV, UEL): Ein Steckverbinder bei IBM- und kompatiblen à „PCs“ zum Anschluß von à „Joysticks“ oder à „Paddles“ [engl., „Paddel“]. Hierüber werden die variablen Stellungsparameter und der Zustand der Funktionsschalter an den Computer übertragen. Für die erforderliche Elektronik ist entweder eine eigene Gamekarte als à „Erweiterungskarte“ auf einem freien à „Steckplatz“ anzuordnen oder sie ist ohnedies auf einer bereits vorhandenen Erweiterungskarte (z. B. à „Soundkarte“) zusätzlich untergebracht. Siehe: à „Joystick“, à „Paddle“.

Gateway [engl., Torweg, Eingang] (DV, DFV): Fachliche Bezeichnung von Verbindungsrechnern für den Datenaustausch und die Protokollumsetzung zwischen unterschiedlichen (inhomogenen) Netzen z. B. im Falle verschiedener Hersteller oder bei Kopplung öffentlicher und privater Netze.

Gebrauchsgüter (BWL): Gebrauchsgüter werden im Gegensatz zu Verbrauchsmaterialien nicht verbraucht, sondern stehen dem Betrieb über einen längeren Zeitraum zur Verfügung. Beispiel: Maschinen und Gebäude.

Gemeinkosten (BWL): Gemeinkosten sind Kosten, die nicht unmittelbar einem Erzeugnis oder Kostenträger zugeordnet werden können. Sie werden daher beispielsweise in der Kostenstellenrechnung über Umlageschlüssel entsprechend zugeordnet. Typische Gemeinkosten sind Gehälter, Steuern, Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten.

Generalindex (MIF): Sammlung aller Indizes einer Mikroplanfilm-Datei, also ein separates, hierarchisch aufgebautes Gesamtinhaltsverzeichnis mit Angabe der Fundstellen auf den einzelnen Mikroplanfilmen. Siehe: à „Fundstellenangabe“, à „Fundstellenverknüpfung“.

Generalindexdatei (MIF, DV): Datei, in der die à „Generalindex-Daten“ gespeichert sind. Sie kann eine Mikroplanfilm-Datei und eine von einer DV-Anlage geführte Datei (z. B. auf Platte) sein.

Gerenderte Grafik (DV): Hergeleitet aus dem engl. „to render“ im Sinne von darstellen, präsentieren. Bezeichnung für nachträglich mit Hilfe von Rechnern und sog. à „Renderprogrammen“ veränderte Grafik. So können damit z. B. dreidimensionale Objekte mit Spiegelungen, Farbverläufen, Schattenwürfen und ähnlichen Effekten versehen werden.

Giga- (MES, NOR, DV): Vorangestelltes Präfix bei (Maß-)Einheiten mit der Bedeutung des Milliardenfachen (x109) einer Einheit.

Gradation (FOT, MIF): In der Fotografie die Beziehung zwischen der bei Belichtung auftreffenden Lichtmenge und der dadurch in der fotografischen Schicht erzielten Schwärzung. Darstellung in Gradationskurven.

Grafikkarte (DV): Eine Platine (Karte) auf einem à „Steckplatz“ in einem Computer, deren Bausteine aus den ihnen zugeführten Daten alphanumerische und grafische Zeichen für den à „Monitor“ erzeugen. Der gegenüber dem alphanumerischen Textmodus mit festem Zeichen- und Zeilenraster in der Darstellungsmöglichkeit wesentlich flexiblere Grafikmodus bildet alle Schrift- und Grafikzeichen aus einzeln angesteuerten Bildpunkten (à „Pixel“), zu deren Helligkeits- und Farb-Definition je Bildpunkt mitunter mehrere Bytes an Speicherplatz erforderlich sind. Leistungsfähige Grafikkarten besitzen daher einen eigenen à „Video-Speicher“ („Video-RAM“, „VRAM“), der für hochauflösende Farbbilder eine Größe bis zu 2 MByte und mehr haben kann und auf den die Bausteine der Grafikkarte bitweise und sehr schnell direkt zugreifen können. Einfachere und billigere Grafikkarten benutzen den oberen Bereich vom à „Hauptspeicher“, der dadurch der Nutzung durch Betriebssystem und Anwendungen verloren geht. Die neueste Generation von Grafikkarten eröffnet neben den inzwischen zur Standardausstattung gehörenden Funktionen zum beschleunigten Grafikaufbau und zur besseren Wiedergabe von Videos eine neue Technologie zur dreidimensionalen Darstellung von Objekten und Oberflächen unter der Bezeichnung „3D“. Verschiedene Hersteller bieten sowohl neue à „3D-Grafikkarten“ als auch zusätzlich zu vorhandenen Grafikkarten einzusetzende à „3D-Beschleunigerkarten“ an. Alle diese Karten benutzen einen eigenen Video-Speicher (s. o.) von 4 MB und mehr. Außer einigen 3D-Spielprogrammen gibt es noch keine -> „3D-Software“. Die neue „3D“-Technologie hat jedoch bei vielen Herstellern einen Boom an Entwicklungen solcher Software ausgelöst. Siehe: à „VGA“, à „XVGA“, à „Farbwerte“.

Gruppenwechsel (DV): In einer Datei können ein oder mehrere Sätze zu einer Datengruppe zusammengefaßt werden (z. B. alle Kontosätze einer Zweigstelle), für die eine besondere Verarbeitung erforderlich ist. Wechselt bei der sequentiellen Verarbeitung einer auch nach dem Gruppenbegriff (z. B. Zweigstellennummer) sortierten Datei die Datensatzgruppe (z. B. die Zweigstelle), liegt ein Gruppenwechsel vor.

 

Halbtonbild (FOT, MIF): Bei fotografischen Bildern wird der stufenlose Übergang der Helligkeitsabstufungen (Grautöne oder Farbsättigungen) ineinander als Halbtonbild bezeichnet. Im Gegensatz dazu zeigen z. B. Schwarzweiß-Strichzeichnungen nur dunkle Linien auf hellem Grund (keine Zwischentöne) oder umgekehrt.

Haltbarkeitsdauer (DV, MIF, BÜR): 1. Dauer der Haltbarkeit von Speichermedien: Zeitraum, in dem die gespeicherten Daten einwandfrei lesbar bleiben. 2. Dauer der Haltbarkeit von fotografischen Filmen: stark abhängig von der sorgfältigen chemischen Verarbeitung und den Umweltbedingungen bei ihrer Lagerung. Dauer von 100 Jahren erreichbar.

Hard Copy (MIF, DV): 1. Wiedergabe von Daten, Bildern, Grafiken etc. auf Papier oder Folie als Kopie oder als Rückvergrößerung von Mikrofilm. 2. Wiedergabe eines Bildschirm- oder DV-Speicherinhaltes z. B. über Drucker anstelle seiner Anzeige auf dem Bildschirm.

Hardware [engl., Geräteausrüstung] (DV): Sammelbezeichnung für alle physischen Bestandteile einer Datenverarbeitungsanlage. Gegensatz zu à „Software“.

Hauptplatine (DV): Platine im à „PC-Gehäuse“, auf der sich à„Mikroprozessoren“, à „RAM“-Speicherbausteine, der Baustein mit dem à „BIOS“, eine langlebige Batterie oder Akku, Mikroschalter und à „Steckplätze“, Steckerleisten bzw. Sockel für Systemerweiterungen und Peripherieanschlüsse befinden.

Hauptspeicher [engl.: „main mernory“] (DV): Innerhalb eines Computers jener sehr schnelle Speicher, mit dem der Prozessor direkt verkehrt (Arbeitsspeicher). Er nimmt die Programme und Daten auf, die der Prozessor unmittelbar für seine Arbeit benötigt. Jeder Speicherplatz hat seine eigene Adresse und ist unmittelbar durch den Prozessor ansprechbar. Heute werden ausschließlich Halbleiterspeicher eingesetzt, früher bestand der Hauptspeicher aus Ferrit-Ringkernen (Kernspeicher).

HDLC [„High-level Data Link Control“] (DFV, NOR): Internationales, von der „ISO“ genormtes bitorientiertes, synchrones Protokoll, das in der Datenverbindungsschicht des „OSI-Referenz-Modells“ für Kommunikation zwischen Computern angewandt wird. Nach dem Protokoll erfolgt Datenübertragung in sogenannten Rahmen („frames“), die in bestimmter Weise organisiert sein müssen. Dabei ist die Länge der übertragenen Nutzinformation variabel. Siehe: à „CCITT-X-Serie“.

Hexadezimal (DV): Das Hexadezimalsystem ist ein Zahlensystem mit der Basis 16. In der Datenverarbeitung wird das Hexadezimalsystem zur Abkürzung des Dualsystems benutzt: Vier Dualstellen werden zu einer Hexadezimalstelle zusammengefaßt. Die 16 Ziffern sind „O“ bis „9“ und „A“ bis „F“. Hexadezimal bedeutet also: Darstellung im Hexadezimalsystem. Beispiel: Der Inhalt eines aus 8 Binärstellen bestehenden Bytes sei „LOLO LLLO“. Hexadezimal dargestellt ist dies: „AE“.

Hierarchie (DV, MIF, BÜR): Der Begriff „Hierarchie“ bezeichnet allgemein, wie auch in den oben angeführten Fachgebieten eine in einer Rangfolge stufenmäßig aufgebaute Ordnung, nicht nur bei zu verwaltenden Daten (siehe à „Baumstruktur“, à„Ablagesystem“), sondem auch z. B. bei der Verteilung von Daten auf eine Hierarchie von unterschiedlich leistungsfähigen, teuren bis billigen Speichern – entsprechend der Zugriffshäufigkeit auf die Daten. Ein anderes Beispiel: übergeordnete Hauptrechner und untergeordnete Nebenrechner im Verbund bzw. Netz.

Hintergrunddichte (MIF, FOT): Gemessene Dichte der Schwärzung der Bildfläche an informations- oder bildfreien Stellen des Filmes (auch als „untere Dichte“ oder „Grunddichte“ bezeichnet). Siehe: à „Densitometer“.

Hologramm (DV, FOT): ist an sich ein – im allgemeinen fotografisch – gespeichertes dreidimensionales Bild eines Objekts, wie es als Interferenzmuster mit Hilfe von Laserlicht erzeugt und wiedergegeben werden kann. In der Datenverarbeitung dient die „Holografie“ auch als Methode der Speicherung von Datenbits in sehr hoher Dichte durch Aufzeichnung von Interferenzmustern kohärenten Laserlichtes auf lichtempfindlichen Schichten (z. B. Filmen).

Homebanking (DV, DFV): Abwicklung von Bankaufträgen, Kontoabfragen, Wertpapiergeschäften u. a. durch einen Bankkunden im Dialog unmittelbar von zu Hause aus über einen an das à„Datex-J“-Netz oder à „Internet“ angeschlossenen à „PC“.

Homepage [engl., Heimatseite] (DV, DFV): Die Homepage ist die Startseite, von wo die Reise im à „WWW“ beginnt. Sie ist aber auch die Eröffnungs- oder Ausgangsseite eines Anbieters im à „Internet“. Jeder, der kann und möchte, darf im à „World Wide Web“ eine Startseite mit beliebigen Texten und Bildern bereitstellen. So zeigen z. B. private Homepages persönliche Informationen und Firmen nutzen sie als repräsentative virtuelle Schaufenster zu Werbezwecken. Erstellung und Ausgestaltung von Homepages lassen sich mit komfortablen Editor-Programmen durchführen, die man entweder selbst zur Verfügung hat oder sich per à „FTP“ aus dem Netz herunterladen kann.

Homonym [griech-, gleichlautender Name] (GEN): Gleichlautender Begriff oder Begriff mit identischer Schreibweise, aber unterschiedlicher Bedeutung, z. B. „das Steuer“ als Lenkvorrichtung und „die Steuer“ als Abgabe.

Host [engl., Wirt, Gastgeber] (DV): Bezeichnung für einen übergeordneten Hauptrechner in einem Rechnerverbund oder einem Netz mit Datenstationen. Der Host sorgt für die Steuerung im Gesamtsystem, sowie für die Verteilung der einzelnen Arbeiten, er übernimmt die gesamte Datenverarbeitung und Kommunikation. Die angeschlossenen Terminals dienen nur zur Eingabe von Befehlen und Daten, sowie zur Anzeige der im Host erzeugten Ergebnisse.

HSM [„Hierarchical Storage Manager/High Speed Memory“] (DV): 1. Als Teilkomponente eines Speicherverwaltungssystems à „SMS“ bewirkt HSM die automatische Sicherung und Wiederherstellung von Dateien gemäß vorgegebener Steuerungskriterien. Weitere Funktion: Verlagerung von Dateien vom teuren Plattenspeicherplatz auf billigere Speicher, überwiegend Bänder, während der Zeiten, in denen sie nicht benötigt werden. 2. HSM als Abkürzung für „High Speed Memory“ [engl., schneller Speicher].

HTML [„Hyper Text Markup Language“] (DV, DFV): Die à „Hypertext“-Sprache HTML ist eine Beschreibungssprache für die Erstellung von (Multimedia-) Seiten im à „WWW“ und besteht aus einer Sammlung von Codes, die dazu dienen, Seitendarstellungen in abstrakter Form zu definieren. Das genaue Layout der Seite wird dabei nicht wie bei einem Texteditor vorgegeben, sondern die Gestaltungsbefehle werden über, in spitze Klammern gesetzte, ASCII-Textanweisungen programmiert. Die Hypertext-Dokumente des „WWW“ enthalten besonders gekennzeichnete Passagen, die sogenannten à „Hyperlinks“. Das können hervorgehobene Textstellen oder auch Grafiken sein, hinter denen sich die Adreßinformation (à „URL“) des hier aktivierbaren Dokuments verbirgt. Durch Mausklick wird automatisch die Verbindung zu diesem Rechner hergestellt und das gewünschte Dokument auf den eigenen Rechner überspielt. Die HTML-Sprache existiert in unterschiedlichen Versionen und befindet sich in ständiger Weiterentwicklung. Siehe: à „HTTP“, à „Hyperlink“, à „Hypertext“.

HTTP [„Hyper Text Transfer Protocol“] (DFV, DV): Bezeichnung eines Protokolles, nach dem die Daten von à „HTML“-Seiten innerhalb des „WWW“-Dienstes über das Netzwerk des à„Internet“ ausgetauscht werden.Die Bezeichnung „HTTP“ ist auch Bestandteil der Adresse jeder à „Hompage“ und besagt, daß es sich bei dem adressierten Dokument um eines der Zugriffsmethode „HTTP“ innerhalb des „WWW“-Dienstes handelt. In Entwicklung ist ein erweitertes Protokoll, das verschiedene Verschlüsselungsmechanismen mit dem HTTP kombiniert, um eine gesicherte Datenübertragung, wie beispielsweise im Finanzwesen, zu ermöglichen. Siehe: à „WWW-Bromer“, à„Internet“

Hyperlinks (DV): Allgemein sind Hyperlinks virtuelle Verbindungen zwischen Objekten und Softwaresystemen. Mit ihnen lassen sich Wissensdatenbanken aufbauen, die nicht mehr den Restriktionen von relationalen, hierarchischen oder indexsequentiellen Datenbanken unterliegen. Neben Textdatenbanken werden Hyperlinks auch in vielen Management-Informationssystemen (à „MIS“), Geo-Referenzsystemen und Dokumentenverwaltungssystemen eingesetzt. Hyperlinks im Internet sind meist durch farbig hervorgehobene Wörter oder Symbole auf einer HTML-Seite gekennzeichnet, die durch Anklicken mit der Maus zu weiteren Dokumenten führen. Die verknüpften Textstellen können sich dabei in Dokumenten auf verschiedenen Rechnern befinden. Auch diese Dokumente können wiederum Hyperlinks zu weiteren Dokumenten haben. Auf diese Weise sind die weltweit verstreuten Daten miteinander verbunden. Siehe: à „Hypertext“, à „HTML“, à „Internet“.

Hypertext (DV): Hypertextprogramme erlauben es, von einem auf dem Bildschirm angezeigten Begriff aus auf andere Begriffe, Texte, Bilder, Grafiken oder Sprachanmerkungen direkt zu verzweigen. Diese Möglichkeit wird z. B. in Textdatenbanken, in Hilfesystemen und Multi-Media-Programmen genutzt. Der mit einer Verzweigung versehene Begriff ist im angezeigten Text in der Regel unterlegt oder anders visuell gekennzeichnet. Mit einem einfachen Befehl – wie z. B. einem Mausklick auf den Begriff – wird, ohne daß der Benutzer einen Suchvorgang starten muß, zur Referenzstelle verzweigt. Eine solche Verbindung zweier oder mehrerer Objekte bezeichnet man als Hyperlink. Eine bekannte Anwendung von Hypertext ist der Gebrauch von Verknüpfungen zwischen Dokumenten im Internet. Hier kann innerhalb eines WWW-Dokumentes durch Querverweise ein Text oder ein Symbol mit anderen Text-, Audio-, Photo- und Videodateien verknüpft sein, die auf irgendeinem anderen Rechner gespeichert sein können. Nutzer rufen diese Dateien durch Anklicken der markierten Textstellen mit der Maus auf. Siehe: à „Internet“, à „Hyperlink“, à „WWW“.


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