Faksimile (BÜR, FOT): Naturgetreues Abbild eines Original-Dokumentes, auch DV-Ausgabe von zuvor über à „Scanner“ (à „Bildabtaster“) erfaßten Dokumenten.

Farbwerte (DV): Bei der Abtastung von Objekten mittels à „Scanner“ oder à „CCD-Kamera“, bzw. mit dem à „Analog-Digital-Wandler“ bei Videosignalen werden pro Bildpunkt die Intensitäten mindestens dreier Farbwerte erfaßt. Mit den Werten für die Grundfarben Rot, Gelb und Blau (als „RGB“-Darstellung bezeichnet) können sämtliche Farbtöne der Farbskala dargestellt werden. Je nach Ausführung der Geräte können – um übliche Möglichkeiten der Farbdarstellungen zu nennen – 16, 256, 64000 oder sogar 16 Millionen Farbtöne erfaßt oder erzeugt werden. Diese Vielfalt kann bedeuten, daß bei der Erfassung, Übertragung und Speicherung bis zu 3 Bytes (24 Bits) pro einzelnem Bildpunkt zu verarbeiten sind.

FCPI [„Flux Changes per Inch“] (DV): Anzahl der möglichen Flußwechsel pro Zoll bei magnetischer Aufzeichnung von Daten.

Feeder (DV): Vorrichtung zur automatischen Zuführung von Datenträgern, bei Druckern auch Papierzuführung bzw. Papiertransport.

Fehlerrate (DV): Prozentsatz von Fehlfunktionen aus einer Gesamtmenge von Funktionen bzw. falschen Ergebnissen aus der Gesamtmenge der Einzelergebnisse. Zum Beispiel Anzahl der in einem à „OCR-Leservorgang“ fehlerhaft ausgewerteten Zeichen, ausgedruckt in Prozent aller zu lesenden Zeichen. Siehe auch: à „Rückweisungsrate“.

Festplatte (DV): Gängige Bezeichnung für die in das Gehäuse der meisten PCs und anderer kleinerer Rechner eingebauten Magnetplattenspeicher mit einer Kapazität von etwa 20 MB aufwärts. Korrekter wäre die in der Literatur seltenere Bezeichnung „Festplattenspeicher“. Er dient wie die auswechselbaren à „Disketten“ dazu, à „Betriebssystem“, à „Dateien“ und Arbeitsergebnisse, also digitale Daten aller Art, dauerhaft zu speichern. Die auf Festplatte gespeicherten Daten bleiben auch bei abgeschaltetem Gerät bestehen. Siehe: à „Magnetspeicher“.

Filmkarten (MIF): früher „Filmlochkarten“genannt. (Loch-)Karten mit in einem Fenster montiertem Mikrofilm. Verwendung meist für grafische Darstellungen. Anbringung von Beschriftungen bzw. Lochungen auf der Karte erleichtert Handhabung in Mikrofilmarchiven (Sortierbarkeit).

Filmprüfung (MIF): Kontrolle des fertig verarbeiteten Mikrofilms auf optimale Schärfe und Dichte, sowie die Feststellung optisch erkennbarer Verfilmungs- und Verarbeitungsfehler. Die sorgfältige Überprüfung des Mikrofilmes auf Abwesenheit von Silberhalogenidsalzen und Resten der Verarbeitungschemikalien gewährleistet höchste Haltbarkeit bei geeigneten Umweltbedingungen.

Fire-Wall-System [engl., Brandmauer] (DV): Spezielles Rechnersystem zur Abschottung zwischen einem unternehmensinternen Datennetz und fremden Netzen. Diese Sicherung erfolgt in beiden Richtungen: einerseits zum Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf interne Untrnehmensdaten von außen, andererseits zum kontrollierten Zugang (z. B. mittels Berechtigungsklassen) auf Dienste fremder Netze von innen. Siehe: à „Intranet“.

Fixe Kosten (BWL): Fixe Kosten sind Kosten, die sich durch einen veränderten Beschäftigungsgrad nicht verändern, d. h. in der Höhe konstant bleiben. Dies gilt insbesondere bei kurzfristiger oder mittelfristiger Kostenbetrachtung.

Fixierung (FOT, MIF): Chemische Behandlung eines entwickelten Films zur Entfernung nicht belichteter Silbersalze, um den Film haltbar zu machen. Die Haltbarkeit wird vor allem durch Verbleiben lichtempfindlicher Silbersalze und schlecht ausgewaschener Chemikalien verringert.

Flachbett-Scanner [engl.:„Flatbed“] (DV): Spezielle à „Scanner“ mit einer festen und flachen Belegauflage für die abzutastenden Dokumente, die häufig einzeln, manuell zugeführt werden. Speziell für schwierige Vorlagen, wie z. B. Bücher geeignetes Gerät zur Abtastung von Vorlagen und Erzeugen von digitalisierten Grau-/Farbwert-Daten.

Flatbed [engl., Flachbett] (DV): Siehe: à „Flachbettscanner“

Folder [engl., Mappe, Ordner] (DV): Unter „Folder“ versteht man in der Bürokommunikation einen Ordner, der einen Oberbegriff als Sammelkriterium trägt. Beispiel: „Vorgang XY“. Diesem „Ordner werden alle Dokumente zugeordnet, die unter diesen Oberbegriff fallen. Man kann aber unter folder ebensogut auch ein Unterverzeichnis verstehen.

Font [engl., Zeichensatz, Schriftsatz] (DV, MIF): Bezeichnung für den Zeichenvorrat z. B. eines à „Druckers“, à „COM-Recorders“ oder der zugehörigen à „Software“ in einer Schriftart. Häufig können bei à „APA-Druckern“ und anderen punktweise adressierbaren Ausgabegeräten zu dem Grundvorrat von Zeichen noch à „Attribute“, wie unterschiedliche Größe der Schrift, Fettdruck, Kursivschreibweise und dgl. definiert werden. Auch die Menge der verschiedenen Zeichen einer Schriftart, die ein à „Klarschriftleser“ erkennen kann, wird als „Font“ bezeichnet. Siehe auch: à „Multicharacter-Font“.

Font-Bibliothek (DV, MIF): Font-Bibliotheken (siehe auch: à „Font“) dienen à „OCR-/ICR-Programmen“ als Referenz für das Erkennen und korrekte Verschlüsseln unterschiedlicher Schriftarten. Bei Druckern ermöglichen Font-Bibliotheken Ausgaben von Schriftgut und Ergebnissen in unterschiedlichen Schriftarten.

Formular (BÜR): Herkömmlicher Begriff für Vordruck.

Formular-Einblendung (MIF): Bei der à „COM-Verfilmung“ Einbelichtung eines Vordruckes mit Hilfe eines à „Formulardias“ über einen separaten à „Belichtungsweg“.

Formular-Leser (DV): Gerät, das Dokumente (Formulare) zeilenweise abtastet und die enthaltene Information feldweise mit Hilfe von à „OCR“-Techniken in à „codierte Informationen“ wandelt, wobei die Kriterien für die Bedeutung der einzelnen Felder vorher für jedes Formular individuell festgelegt werden müssen. Siehe auch: à „Klarschriftleser“, à „Scanner“.

Formulardia (MIF): à „Diapositiv“, auf dem ein Vordruck abgebildet ist, der über einen zweiten à „Belichtungsweg“ zusätzlich zu den Daten auf den Mikrofilm einbelichtet wird.

Fotohalbleiter (FOT, DV): 1. Sammelbezeichnung für Halbleiterbauelemente, die entsprechend einer auftreffenden Lichtmenge ihre elektrischen Eigenschaften ändern und so zum optoelektrischen Schalten oder Abtasten von Signalen dienen können. So z. B. hängt der elektrische Widerstand der Fotodiode von der Intensität eines sie treffenden Lichtstrahles ab. Beispiel: Belichtungsmesser. 2. Siehe: à „Elektrofotografie“

Fremdbildeinblendung (MIF): Einbelichtung von zusätzlichen Informationen (Bilder, Grafik oder auch Texte) von Diapositiven oder Mikrofilm-Lochkarten über einen dritten Belichtungsweg. Die Genauigkeit ist jedoch häufig für die „Formular-Einblendung“ nicht ausreichend. Siehe: à „Formulardia“, à „Formular-Einblendung“.

FTAM [„File Transfer, Access and Management“] (DV, MIF): Neben à „ODA“, à „ODIF“ die relevanten internationalen Normen für die Einbindung von „EDIFACT“ in die à „OSI“-Dienste und OSI-Basisanwendungen.

FTP [„File Transfer Protocol“] (DV, DFV): Durch den Dateitransfer-Dienst im à „Internet“ können vermittels des FTP-Protokolls beliebige Dateien auf Abruf zur Verfügung gestellt werden. Ein FTP-Server (à „Client/Server-System“) ist mit einer Festplatte vergleichbar, auf der Dateien hierarchisch in Unterverzeichnissen gespeichert sind. Die Identifikation erfolgt normalerweise (etwas unkonfortabel) über den Pfad- und Dateinamen. Es gibt Dienste, die eine Suche nach einer Datei gleichzeitig auf mehreren Servern gestatten. Häufig werden zu diesen Dateien Beschreibungen als sogenannte „Read-me“-Dateien über das à „WWW“ angeboten, die die Benutzung unterstützen. FTP bietet eine sehr robuste Übertragungstechnik, die sich auch für große Dateien, wie Programme, gut eignet. Seine Benutzung ist über die Bedienoberfläche der à „WWW-Browser“ möglich. Siehe auch: à „TCP/IP“, à „Internet“.

Führungslochrand (DV, BÜR): Bei Vordrucken, insbesondere (ein- oder mehrlagigen) à „Endlosformularen“, meist beidseitig angebrachter und häufig einfach abtrennbarer Rand mit Führungslöchern, in die zur genauen Positionierung die „Stacheln“ von Stachelrädern oder Vorschubraupen von Schreibmaschinen oder DV-Druckern eingreifen.

Fundstellenangabe (MIF): Beschreibung der Stelle in der Mikrofilm-Datei, an der sich eine bestimmte Information befindet. Bei Mikroplanfilmdateien besteht die Fundstellenangabe aus der Mikroplanfilm-Nummer und den Koordinaten auf dem Mikroplanfilm.

Fundstellenverknüpfung (MIF): Verweis von einer Fundstelle zu einer anderen, z. B. um die Historie von bestimmten Fällen nachvollziehen zu können. Siehe: à „Fundstellenangabe“.

Fuzzy Logic [engl., „unscharfe Logik“] (DV): Im Gegensatz zur herkömmlichen Datenverarbeitung, die nur binäre Zustände („Ja/Nein“, „0/l“) kennt, erlaubt die Fuzzy Logic das Arbeiten mit vagen, ungenauen Aussagen oder Begriffen z. B. der Umgangssprache. Entfernungsangaben, wie „weit“ oder dem an eine Maschine gegebenen Kommando „schneller“ können in mit Werten bzw. Wertbereichen belegte Anweisungen umgesetzt werden. Fuzzy Logic bezeichnet auch Verfahren der näherungsweisen Folgerung, die nur eine graduelle Gewißheit für die Richtigkeit von Entscheidungen bietet oder eine Vorgehensweise, Prozesse in Abhängigkeit von bestimmten Wahrscheinlichkeiten zu steuern. Anwendungsgebiete: à „Expertensysteme“, à „Künstliche Intelligenz“, natürlichsprachliche Systeme, bestimmte Verfahren der Maschinensteuerung.


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