Leiter: N.N.
Bei Fragen der Archivierung und Speicherung von Daten denkt man häufig in erster Linie an optische Speichermedien. Die Möglichkeiten und neueren Entwicklungen von magnetischen Bandmedien werden weniger beachtet, obwohl diese in vielfältigen Bereichen im Einsatz sind und durchaus interessante Eigenschaften für Aufgaben der mittelfristigen Speicherung aufweisen.
Aufgabe der Projektgruppe ist es, einen Überblick über die Eigenschaften der am Markt befindlichen Bandspeichermedien zu geben und damit dem Anwender eine Entscheidung für das richtige Speicher- oder Archivierungsmedium zu ermöglichen. In der Praxis werden Bandspeichermedien derzeit vorrangig zur Datensicherung, Archivierung und zur Datenmigration eingesetzt. Diese Applikationen sind ein wichtiger Bestandteil der sicheren Aufbewahrung von Daten, bei deren Anwendung es nicht vorrangig auf die Geschwindigkeit des Zugriffs, sondern vielmehr auf die Wiederauffindbarkeit und Verfügbarkeit der Daten ankommt.
Bandspeichermedien kommen in der Regel zum Einsatz, wenn größere Datenmengen zu erschwinglichen Preisen auf möglichst raumsparende Weise gespeichert bzw. aufbewahrt werden müssen. Den stetig fallenden Preisen von Onlinespeicherkapazitäten wie Festplatten, die eine Speicherung der Daten und deren Zugriff auf Daten im Millisekundenbereich ermöglichen, steht ein exorbitanter Zuwachs des täglichen Datenwachstums gegenüber, dem die Festplattenspeicher nicht gewachsen sind. Selbst optische oder magnetisch optische Speichertechnologien verfügen nicht über vergleichbar hohe Speicherkapazitäten und deren Preis/Leistungsverhältnis. Treibende Faktoren des enormen Speicherbedarfs sind Anwendungen wie Datawarehousing, Customer Relationship Management, Email, E-Business und E-Commerce, Multimedia und Enterprise Resource Planing.
Eine Überarbeitung der Schrift wurde 2009 veröffentlicht.
