Fachausschussvorsitzender: Giso Schütz
Arbeitskreisleiter: Giso Schütz
AWV-Fachreferentin: Dr. Petra Pfisterer
Inhaltliche Zielsetzungen des Arbeitskreises
Shared-Service-Centers (SSC) gelten als adäquate Organisationsform zur Erreichung von Qualitätssteigerungen bei gleichzeitigen Kostensenkungen für die anwendenden öffentlichen Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen. Über eine Konzentration bzw. Zentralisierung von Querschnittsprozessen werden gleichartige Prozesse gebündelt und zentrale wahrgenommen. Vielfach wird jedoch angeführt, dass Vorbehalte beteiligter Akteure bestehen und sich die Umsetzung und Einführung von Shared Service Centern schwierig gestaltet bzw. sich verzögert.
Mit dem Arbeitskreis 1.1 „Shared Services – Erfahrungen und Entwicklungen“ werden Experten aus der Praxis ihre Erfahrungen zu Shared Services austauschen sowie Strategien zur Beseitigung und Umgehung von Hindernissen darstellen. Der Eröffnungsworkshop am 30. Juni 2010 hat die Aufgabenstellung des Arbeitskreises dahingehend konkretisiert, dass zunächst ein Austausch zwischen den Beteiligten, zwischen Wirtschaft und Verwaltung stattfinden soll, der sich auf die Umsetzung von Shared Service Konzepten in der Praxis bezieht bzw. auch auf rechtliche Fragestellungen im Kontext der Einführung von Shared Service Centers. Seitens der Teilnehmer des Workshops wurde dabei unter umsetzungsorientierten Gesichtspunkten herausgearbeitet, dass der Blick auf die „Stolpersteine“ in der Praxis von Interesse ist bzw. die Frage, wie die Umsetzung der Konzepte der Shared Service Center beschleunigt werden kann. Auch die Benennung von kritischen Faktoren bzw. Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Shared Services wurden als besonders relevant für die Praxis betrachtet. Rechtliche Fragestellungen sollen im Arbeitskreis gesondert aufgegriffen werden. Rechtliche Grenzen bei der Einführung von Shared Service Centern können sich beispielsweise bei Fragen der Ausgliederung hoheitlicher Aufgaben ergeben.
Vorgehensweise im Arbeitskreis
Der Arbeitskreis wird künftig eine Plattform für den fachlichen Austausch sein, der sich dafür einsetzt, einen Transfer von guten Beispielen aus Wirtschaft und Verwaltung in eine breitere Fachöffentlichkeit zu tragen. Hierzu gehört auch eine Sensiblisierung (politischer) Entscheidungsträger und der politischen Öffentlichkeit für das Thema „Shared Service Centers“ und der darin liegenden Potentiale für Wirtschaft und Verwaltung. Auch eine Anbindung an die augenblickliche Debatte um Bürokratieentlastung von Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Bürger soll Berücksichtigung finden.
Der Arbeitskreis ist für Interessierte offen. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich gerne an Dr. Petra Pfisterer in der AWV-Geschäftsstelle wenden (Tel. 06196-777-2636 bzw. pfisterer@awv-net.de).
Aktuelles
Mit Shared Services zu einer effektiveren Verwaltung in Kommunen - Gemeinschaftsveranstaltung der OstWestfalenLippe Marketing GmbH und der AWV in Bielefeld am 18. Oktober 2011
Mit Shared Services zu einer effektiveren Verwaltung in Kommunen, heißt eine Veranstaltung, die am Dienstag, dem 18. Oktober 2011 in der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, 10.00 - 13.00 Uhr, Ostwestfalen Saal, Elsa-Brandström-Str. 1 - 3 in Bielefeld stattfand. Sie wurde als Gemeinschaftsveranstaltung der OstWestfalenLippe Marketing GmbH und der AWV e.V. durchgeführt.
Einführende Literatur
Heinrich, Jürgen: Gemeinsam mehr erreichen - OstWestfalenLippe intensiviert mit einer regionalen Initiative die interkommunale Zusammenarbeit, in: AWV-Information 02/2011. pdf
Kretschmar, Günter / Schulz, Christian: Modernisierung im öffentlichen Sektor durch Shared Services am Beispiel Großbritanniens, in: AWV-Informationen 04/2007. pdf
Schütz, Giso: Mehr Dienstleistungsorientierung und Effizienz durch Verwaltungs-Service-Zentren, in: AWV-Informationen 04/2008. pdf
